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Erfahrungsbericht Chicago GO Fest 2019
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Erfahrungsbericht Chicago GO Fest 2019

by Max Beckmann18. Juni 2019

Das GO Fest in Chicago ist vor√ľber und im Netz kursieren allerlei unterschiedliche Kommentare zum Event. Wir waren live vor Ort und fassen hier unsere Erfahrungen zusammen!

Die Anreise

Wir, eine Gruppe von 4 Spielern, sind am Mittwoch vor dem GO Fest in Chicago gelandet. Am Flughafen dann direkt die erste √úberraschung, da wir unmittelbar Brandon Tan getroffen haben.

Die weitere Anreise zum Hostel, was etwa 2km vom Grand Park entfernt war, dauerte etwa eine weitere Stunde und dann ging es auch direkt los zur Raidstunde mit Cresselia.

Das Eventgelände

Der Grand Park war frei zugänglich, da es sich hier um einen öffentlichen Park ohne Umzäunung handelt. Jeder konnte also den Park betreten, hat jedoch ohne Ticket nichts im Spiel gesehen. Der Park war ohne Ticket frei von Pokémon und Pokéstops.

Unterteilt war der Park in verschiedene Themenbereiche, die auf die Fläche von etwa 18,5 Hektar verteilt waren. Die Eventfläche im Grand Park war etwa 185m breit und 1km lang.

Vor Ort gab es die Spooky Woods (gruseligen Wald), die Battle Arena (Trainerk√§mpfe), an Nord- und S√ľdseite je 3 Teamlounges, den Winter Forest (Winterwald), die Buckingham Fountain (gro√üer Springbrunnen in der Mitte des Parks), den Fairy Garden (Feen-Garten), die Sandy Desert (Sandw√ľste) und den Tauschbereich.

Wir waren bereits vor unserem eigentlichen Eventtag vor Ort um uns mit der Parkfläche vertraut zu machen. Dabei konnten wir schon einige hilfreiche Tipps von Spielern erhalten und konnten uns entsprechend auf unseren Spieltag einstellen.

Der Eventtag

Wir waren p√ľnktlich an unserem Eventtag im Grand Park und schlag 9 Uhr verwandelte sich die leere Fl√§che im Spiel in einen riesigen Spielplatz, vollgepackt mit Pokestops und Pok√©mon.


Blick vom S√ľdeingang Richtung Tauschbereich im S√ľden


Blick vom S√ľdeingang Richtung Norden (Buckingham Fountain)

Jeder einzelne Themenbereich hatte unterschiedliche Pokémon, sodass man sich ständig vom einen in den anderen Teil des Parks bewegt hat um die Vielzahl an Pokémon zu entdecken und zu fangen.

Spooky Woods

Die Spooky Woods waren dekoriert mit Spinnenweben, einem verwunschenen Brunnen und ähnlicher gruseliger Halloween-Deko.

Am Rand des Spooky Woods, an der S√ľdseite hat man au√üerdem Evoli und Pikachu mit Blumenschmuck fangen k√∂nnen.

Battle Arena

In der Battle Arena wurden konstant Turniere ausgetragen. Um am Turnier teilzunehmen musste man sich an den Team Lounges eine Teilnehmerkarte besorgen, die nur f√ľr eine bestimmte Uhrzeit g√ľltig war, meist Zeitfenster von 30 Minuten. Innerhalb dieser Zeit konnte man sich dann f√ľr ein Turnier anmelden.

16 Spieler konnten je an einem Turnier teilnehmen und haben im KO-System gegeneinander gek√§mpft. Gek√§mpft wurde lediglich eine Runde und der Gewinner durfte dann zur n√§chsten Stufe Richtung Viertel-, Halb-, und Finale wandern. F√ľr das Erreichen einer jeden Stufe gab es einen Preis. F√ľr das Erreichen des Viertelfinales erhielten Spieler einen Schl√ľsselanh√§nger, im Halbfinale noch unver√∂ffentlichte Ambie Pok√©mon Kopfh√∂rer, im Finale ein exklusives Pok√©mon GO T-Shirt und der Gewinner des Finales eine GO Fest Medaille.

Au√üerdem erschien im gesamten Nordteil des Parks, also Spooky Woods und Battle Arena Hippopotas, welches f√ľr die Spezialforschung ben√∂tigt wurde.

Winter Forest

Der Winder Forest war geschm√ľckt mit “Kunstschnee” (Schaumflocken) und winterlichen B√§umen wie Tannen und √§hnlicher Deko. Hier konnte man haupts√§chlich Pok√©mon vom Typ Eis fangen.

Zus√§tzlich erschien im Winter Forest auch Trasla, welches auch f√ľr die Spezialforschung ben√∂tigt wurde.

Buckingham Fountain

Die Buckingham Fountain ist das Zentrum des Grand Parks und ist ein riesiger, sch√∂n angelegter Springbrunnen. Die Font√§ne des Springbrunnens war am Freitag f√ľr das GO Fest so hoch, dass man sie vom Ende des Gel√§ndes noch gesehen hat. Selbst die Einheimischen haben uns best√§tigt, dass man sie noch nie so hoch gesehen habe. Der Springbrunnen wurde auch von vielen Nicht-Spielern als Sehensw√ľrdigkeit besucht.

Au√üerdem erschien um die Buckingham Fountain herum Nebulak, welches f√ľr die Spezialforschung ben√∂tigt wurde.

Fairy Garden

Der Fairy Garden war ohnehin schon ein kleiner angelegter Garten innerhalb des Grand Parks. Hier hat Niantic gro√üe Blumen angebracht und √ľberall spr√ľhte es Seifenblasen.

Zus√§tzlich erschien im Fairy Garden auch Shnebedeck, welches f√ľr die Spezialforschung ben√∂tigt wurde.

Sandy Desert

Die Sandw√ľste war meist eher eine Matschw√ľste, da es am Donnerstag zuvor abends geregnet hatte. Dennoch war die Sandfl√§che dekorativ sch√∂n hergerichtet und man bekam das Gef√ľhl von Sandd√ľnen vermittelt.

Auch hier gab es wieder ein Pokémon, welches nicht in dieses Habitat gehört und welches in der Spezialforschung benötigt wurde, nämlich Seeper.

Tauschbereich

Im Tauschbereich hatten Spieler die M√∂glichkeit Schilder zu erhalten auf denen man die gesuchten Pok√©mon eintragen konnte. Die Filzstifte waren jedoch recht schnell leer. Unser Tipp f√ľr Dortmund: Eigenen Edding mitbringen!

Wer effektiv und schnell sein wollte, der hat seine 5 Spezialt√§usche vor Ort erledigt. Wer wie ich auf der Suche nach den seltenen Dingen (shiny Pichu mit Partym√ľtze) ist, der konnte auch mit seinem Schild durch den Park laufen und darauf hoffen, dass man angesprochen wurde.

Beide Taktiken sind legitim und funktionieren. Ich persönlich wurde auf Icognito Q und Z angesprochen, da ich als einer von wenigen Europäern in Chicago Vespirit und das blaue Schalellos zum Tauschen hatte. Auch ein shiny Pichu mit Hexenhut konnte ich mir sichern!

Notiz: Wer mich am Sonntag in Dortmund sieht und ein shiny Pichu mit Partyhut abzugeben hat, kann mich gerne ansprechen!


Bildquelle Reddit CrazyErich

Die schillernde Variante von Abra wurde am Donnerstag des GO Fests versehentlich veröffentlicht. Es existiert tatsächlich, da wir in unserer Gruppe auch Spieler getroffen haben, die das Abra gefangen haben. Am Freitag jedoch war das Abra nicht mehr erhältlich.

Sonstige Event-Pokémon

Evoli und Pikachu waren sehr, sehr selten im Event und erschienen hauptsächlich zwischen Battle Arena und Winter Forest, wo die Food Trucks mit ihrer Essensausgabe standen. Sowohl Pikachu als auch Evoli hatten während dem Event den Blumenschmuck in den Haaren und konnten schillernd sein.

Pachirisu war √ľber das ganze Eventgel√§nde zu finden, sowie auch die Icognito, die WAKE UP! buchstabierten.

Mauzi war indirekt Teil des Events. Ab 19:00 war das Event vor√ľber und alle Pok√©stops und Pok√©mon verschwanden f√ľr alle Spieler. Ab diesem Zeitpunkt konnte man im Spiel bis zu 100 Photobombs mit Team Rocket machen, was jedes Mal ein Mauzi erscheinen lies.

Negatives und Kritiken

Je nach Netzanbieter gab es im Bereich des Parks immer wieder gro√üe Probleme. Bei AT&T war bei fast allen Spielern die Mitte des Parks (also Buckingham Fountain, Teile des Fairy Gardens und Winter Forests) unspielbar, da kein Netz vorhanden war. Auch mit T-Mobile und Sprint gab es immer wieder “L√∂cher” an denen man nicht spielen konnte.

Das Problem dabei war, dass zwar Spieler ohne Ticket nichts im Park fangen konnten, aber dennoch mit ihrem Handy das Netzwerk beanspruchen und belasten konnten, da der Park frei zugänglich war.

Das Event war sehr spooferfreundlich, da es keinerlei Kontrollen gab. Punkt 9 Uhr (oder 11 Uhr, je nach Ticket) wurde alles im Park f√ľr Ticketinhaber freigeschaltet.

Warteschlangen – die Warteschlangen waren sehr, sehr lang und √ľberall musste man nachweisen, dass man ein Ticket f√ľr den jeweiligen Tag hat, was in unseren Augen auch nicht die optimale L√∂sung war. Wer T-Shirts oder Pl√ľschfiguren kaufen wollte, der musste sich in der Warteschlange anstellen und musste ca. 2 Stunden anstehen um ein Shirt zu kaufen. Das sind 2 Stunden in denen man nicht wirklich aktiv im Park spielen kann, sondern maximal an 2-3 Lockmodulen steht und Pok√©mon f√§ngt. Bei einem Event, was auf 8 bzw. 10 Stunden begrenzt ist, sind 2 Stunden in der Warteschlange in unseren Augen fast nicht zumutbar.

Wir persönlich haben uns bereits kurz nach 7 Uhr, also 2 Stunden vor dem Event in der Schlange angestellt und waren 15 Minuten nach 9 Uhr wieder im Park und konnten spielen. Wir hatten somit keine wertvolle Spielzeit verschwendet.

Der Support vor Ort war leider nicht in allen Bereichen hilfreich und hatte oft keine Antwort parat.

Positives

Chicago ist architektonisch sehr sch√∂n, es gibt viele Sehensw√ľrdigkeiten und auch die Menschen waren √ľberwiegend freundlich. Auf dem GO Fest wurde man stets freundlich behandelt.

Die Vielfalt der Pokémon war sehr groß und auch die Shinyrate war, sofern man denn spielen konnte, angehoben. Die Rate war jedoch bei weitem nicht so hoch wie an einem Community Day oder gar in Dortmund auf der Safari Zone, wo diese bis zum Anschlag aufgedreht war. In 10 Stunden Event konnte ich 21 Shinys fangen und ich war damit der mit den meisten Shinys im Event. Andere unserer Gruppe gingen mit 11-18 Shinys aus dem Event. 

Im Gegensatz zur Safari Zone in Dortmund gab es im Park ausreichend Wasserstationen, sodass man nicht verdurstet ist. Da es keine Taschenkontrollen gab, konnte man auch problemlos mit ausreichend Snacks und Getränken das Gelände betreten.

Sonstiges

In jedem Habitat und in jeder Teamlounge wurden alle 30 Minuten Preise verlost. Zu gewinnen gab es, wie auch beim PVP-Turnier Schl√ľsselanh√§nger, Ambie Pok√©mon Kopfh√∂rer und exklusive T-Shirts, die man nur gewinnen und nicht kaufen kann!

Wer also in Dortmund ein T-Shirt gewinnen m√∂chte, sollte immer wieder bei einem der Bereiche vorbeischauen und auf die Quizrunden warten. Die Fragen bezogen sich meist auf das Spiel und waren Zufallsbedingt, sodass man sich auch nicht auf die Fragen vorbereiten konnte. Gefragt wurde z.B. wer das kleinste Pachirisu im Event gefangen hat, wer das gr√∂√üte Marill gefangen hat, wer das schwerste Karpador gefangen hat. Aber auch Fragen wie “Welches Item erh√§lt man exklusiv nur aus Geschenken?” – worauf die Antwort 7km-Eier ist.

Auch in der Team Lounge konnte man durch verschiedene Spiele oder Fragen Preise gewinnen und pro Stunde wurden die 5 besten Spieler jedes Teams, die die meisten Pokémon in dieser Stunde gefangen haben prämiert und haben ebenfalls ein T-Shirt gewonnen. Wer also keine Fragen beantworten möchte, kann auch nur durch Fangen gewinnen.

Evakuierung am Samstag

Wir selbst waren vom Unwetter nicht betroffen, doch Spieler am Samstag wurden f√ľr etwa 2 Stunden gebeten das Gel√§nde zu verlassen. Spieler haben diese Gelegenheit genutzt um etwas zu essen, oder Pok√©mon zu bewerten. Wirkliche lebensgef√§hrlich war das Unwetter nicht, es hat jedoch stark geregnet und gewindet, da der Wind ungebremst vom Lake Michigan auf den Grand Park blies.

Andere Spieler sind einfach in den Park nebenan gelaufen, wo die Lockmodule und Pokémon nach wie vor aktiv waren.

Nach dieser Zeit wurde das Spiel wieder aufgenommen und Spieler durften wieder auf das Gelände und haben auch im Grand Park wieder Pokéstops und Pokémon gesehen.

Tipps f√ľr das GO Fest Dortmund

‚óŹ Haltet euch an die von Niantic vorgeschriebenen Regeln f√ľr den Westfalenpark
‚óŹ Wer tauschen will sollte einen eigenen Edding oder schon sein eigenes Schild mitbringen um Zeit zu sparen
‚óŹ Bringt ausreichend Snacks mit
‚óŹ Schafft ausreichend Platz in eurer Pok√©box
‚óŹ Nehmt ausreichend B√§lle mit! Wir empfehlen insbesondere viele Hyperb√§lle zu sammeln, wenn man sehr viel fangen will
‚óŹ Konzentriert euch auf die Themengebiete aus denen Ihr Shinys braucht
‚óŹ Habt eventuell eine zweite SIM-Karte mit einem anderen Anbieter dabei

Fazit

Wir hatten eine Menge Spa√ü in Chicago und w√ľrden definitiv wieder hingehen, wenn sich die Gelegenheit bietet! Das Go Fest bot viele M√∂glichkeiten der Unterhaltung und auch Chicago ist absolut einen Besuch wert. Wir freuen uns auf Dortmund und hoffen, dass es im Gro√üen und Ganzen auch in Dortmund keine gr√∂√üeren St√∂rf√§lle geben wird.

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√úber den Autor
Stv. Projektleiter
Pforzheim, Deutschland
Bekennendes Kellerkind. Wundert sich st√§ndig, warum er in diesem "Drau√üen" ist und nicht drinnen, wie fr√ľher. Pok√©monfan der ersten Stunde. Film- und Serienjunkie.

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