Pokémon Go
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Ein Blick in die Zukunft von Niantic und AR
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Ein Blick in die Zukunft von Niantic und AR

by Max Beckmann3. Juli 2018

Nachdem Niantic vor einer Weile die Firma Escher Reality gekauft hat, hat man nun auch die Firma Matrix Mill aus London gekauft und deren Mitarbeiter dem Niantic Team angeschlossen.

Matrix Mill

Das Team von Matrix Mill soll Niantic dabei unterst√ľtzen das Thema Augmented Reality auf das n√§chste Level zu bringen. Bislang ist es mit AR lediglich m√∂glich Objekte auf eine Oberfl√§che zu projezieren. Die Kamera des Ger√§ts (meist ein Handy) filmt dabei einen dreidimensionalen Raum, der jedoch beim Filmen seine R√§umlichkeit verliert. AR ist nicht in der Lage zu erkennen ob die gefilmten oder fotografierten Objekte im Raum im Vordergrund oder im Hintergrund sind und wie diese im Verh√§ltnis zu einander stehen.

Das Ergebnis dieses Problems ist, dass AR eben h√§ufig nicht realistisch aussieht und somit im Punkt R von AR versagt. Im Beispiel von Pok√©mon GO wird dies ganz h√§ufig deutlich, wenn ein Pok√©mon √ľber mehrere Objekte (Tisch, Stuhl, Wand) projeziert wird und dadurch das Pok√©mon eher wirkt wie ein Aufkleber auf einem Foto und weniger wie ein Teil des Fotos.

ARplus auf iOS hat zumindest den Punkt der Realität etwas verbessert, da sich das Pokémon nun fest an einem Ort befindet und der Spieler sich frei um das Pokémon bewegen kann und sich die Größe im Verhältnis ändert, wenn der Spieler sich auf das Pokémon zubewegt.

https://storage.googleapis.com/nianticweb/nianticlabs/img/posts/semanticspress2.gif

Im oben gezeigten GIF zeigt Niantic, wie man mit Hilfe der Technologie von Matrix Mill am geschilderten Problem arbeitet. Die Technologie soll es erm√∂glichen Objekte im Raum zu erkennen und zu wissen um was es sich handelt und wie diese Objekte miteinander verbunden sind. Der Computer soll also vereinfacht gesagt in der Lage sein zu erkennen “Hier ist ein Tisch und um den Tisch herum stehen St√ľhle. Einige St√ľhle sind von der Kamera aus gesehen hinter dem Tisch und 2 stehen vor dem Tisch.”

Das hört sich leichter an als es ist und genau darin liegt die Schwierigkeit. Noch schwieriger wird dies, wenn sich die Kamera in Bewegung befindet und einzelne Objekte im Raum sich ebenfalls bewegen. Beispielsweise ein Raum in dem sich ein Mensch bewegt.

Im Videobeispiel kann man die Probleme des herk√∂mmlichen AR deutlich erkennen. Au√üerdem werden hier die M√∂glichkeiten aufgezeigt, was theoretisch im Bereich von AR m√∂glich ist. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um ein “proof of concept” – also den Beweis, dass es m√∂glich ist. Die Ausarbeitung und die tats√§chliche Benutzbarkeit auf herk√∂mmlichen Handys ist jedoch noch nicht greifbar, deshalb arbeite man daran dieses Ziel in die Wirklichkeit umzusetzen, so John Hanke auf seinem Blog.

Zukunft von Niantic

Neben der Verbesserung der AR-Technologie liegt Niantic viel daran auch den sozialen Aspekt der Spiele in den Vordergrund zu stellen. Zu diesem Zweck hat Niantic 2 Demonstrationsvideos veröffentlicht, die 2 mögliche Spiele der Zukunft zeigen, die insbesondere einen weiteren Aspekt von AR ausnutzen.

Bei diesen beiden Spielen geht es um “shared Reality” also die gemeinsame Realit√§t. Mehrere Spieler interagieren gleichzeitig mit dem selben Objekt, welches sie aber aus unterschiedlichen Blinkwinkeln auf ihrem jeweils eigenen Ger√§t sehen k√∂nnen.

Was bedeutet dies f√ľr Pok√©mon GO?

Pok√©mon GO wird weiterhin das Aush√§ngeschild von Niantic sein und da Pok√©mon GO von bisher allen Spielen von Niantic die h√∂chsten Spielerzahlen hat, werden neuartige Feature wie diese sicherlich fr√ľher oder sp√§ter ihren Weg zu Pok√©mon GO finden um einer m√∂glichst breiten Masse an Spielern zu zeigen, was alles mit AR m√∂glich ist.

Das Konzept “Shared Reality” k√∂nnte insbesondere f√ľr Raidk√§mpfe interessant sein. Der Raidboss k√∂nnte in die Mitte der Spieler projeziert werden und jeder Spieler greift von einer anderen Seite an. So k√∂nnte man beispielsweise auch ins Spiel einarbeiten, dass Spieler die “hinter” dem Raidboss stehen keinen Schaden von seinen Attacken nehmen, sofern diese nicht in ihre Richtung gehen.

Wie die verbesserte Erkennung von Objekten f√ľr Pok√©mon GO genutzt werden kann, hat man bereits im Video gesehen.

Wir d√ľrfen also sehr gespannt sein, was Niantic in Zukunft noch f√ľr uns aus dem √Ąrmel sch√ľttelt!

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√úber den Autor
Stv. Projektleiter
Bekennendes Kellerkind. Wundert sich st√§ndig, warum er in diesem "Drau√üen" ist und nicht drinnen, wie fr√ľher. Pok√©monfan der ersten Stunde. Film- und Serienjunkie.

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