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Safari Zone in Dortmund – Res√ľmee
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Safari Zone in Dortmund – Res√ľmee

by Max Beckmann2. Juli 2018

Die Erwartungen der Spieler waren hoch und somit die Enttäuschung stellenweise umso größer, als das Event in Dortmund begann. Über den Verlauf des Wochenendes verbesserte sich die Lage zwar, doch insgesamt gibt es dennoch viele Kritikpunkte. Wir versuchen das Event so neutral es geht zu beleuchten und aus Sicht der Spieler vor Ort darzustellen.

Die Netzprobleme

Der Ausbau der Mobilfunkanbieter war nicht ausreichend f√ľr den gro√üen Ansturm der Spieler im Westfalenpark. Kurz nach 9 Uhr brachen die meisten Handynetze zusammen. Das Telekomnetz lief einigerma√üen, aber schlecht. Das Netz von O2 war an manchen Stellen vorhanden, an manchen nicht. Das Vodafon-Netz lief f√ľr manche Spieler am ersten Tag schlecht, am zweiten Tag sehr gut.

Auch das WLAN im Park lief stellenweise schlecht und selbst wenn es lief, brachte es den Spielern nichts, worauf wir in einem späteren Punkt noch eingehen werden.

Hinzu kam ein Serverabsturz, der verhindert hat, dass sich Spieler einloggen konnten. Zus√§tzlich gab es bei Spielern, die Rauch verwendet haben ein noch gr√∂√üeres Problem, da das Verwenden von Rauch zu einer Art tempor√§ren Bann gef√ľhrt hat, welcher die betroffenen Spieler f√ľr teilweise 7 Stunden aus dem Spiel ausschloss.

Niantic hat in dieser Situation zumindest richtig reagiert und hat die Eventspawns in der ganzen Stadt erhöht, sodass sich die Spieler mehr auf die Stadt verteilten. Zusätzlich gab es die speziellen 2km-Eier auch nun außerhalb des Parks, sodass sich die Lage mehr und mehr entschärfte, je mehr die Spieler sich im Stadtgebiet verteilten.

Tag 2 lief weitestgehend ohne größere Probleme und alle Netze waren gleichermaßen stabil.

Der Westfalenpark

Die Spieler standen an allen Eing√§ngen des Westfalenparks schlange und dennoch wurde der Park erst p√ľnktlich um 9 Uhr ge√∂ffnet. In unseren Augen w√§re eine vorzeitige √Ėffnung um 8 Uhr durchaus sinnvoll gewesen, sodass sich die Spieler vorab im Park verteilen h√§tten k√∂nnen. Dies geschah jedoch nicht. Taschen wurden am ersten Tag nicht konsequent auf die Gr√∂√üe und Anzahl der Trinkflaschen kontrolliert, was im Hinblick auf die herrschenden Temperaturen von bis zu 34¬įC sehr gut war. Immer wieder sind dennoch einige Spieler unter der Hitze zusammengebrochen, doch gl√ľcklicherweise war das Deutsche Rote Kreuz mit Not√§rzten vor Ort und konnte helfen.

Am zweiten Tag jedoch wurden die Taschen penibel kontrolliert und sämtliche Flaschen, die nicht dem Regelwerk entsprachen wurden entsorgt. Viele Spieler blieben daher direkt dem Park fern. Zusätzlich wurden einige Ein- und Ausgänge des Parks geschlossen und es wurden Zähler angebracht, sodass die Anzahl der Spieler im Park stets kontrolliert werden konnte.

Der Park selbst war von den Organisatoren schön angelegt und auch die Teamlounges waren schön gestaltet. Was negativ auffiel war die mangelnde Beschilderung der kostenlosen Wasserstationen. Wir selbst hatten diese nur durch Zufall gefunden.

Negativ fiel am ersten Tag ebenso ins Gewicht, dass es bei der Essensausgabe der Teamlounges das Gericht “Bratwurst mit Br√∂tchen” gab, der B√§cker mit den Br√∂tchen jedoch im Stau stand, sodass Spieler gezwungen waren die Bratwurst ohne Br√∂tchen zu essen, jedoch dennoch den vollen Preis zahlen durften. Eine Tatsache, f√ľr die weder Niantic, noch die Organisatoren etwas k√∂nnen, welches aber dennoch negativ auff√§llt.

Ansonsten war das Personal bisweilen recht freundlich und hilfsbereit, als jedoch die Serverprobleme sich erhärteten und Spieler selbst nach Stunden nicht ins Spiel kamen, wurden die Serviceleute an der Information teilweise bereits ungehalten und wollten gefrustete Spieler abwimmeln und teilweise durch die Security des Platzes verweisen.

Wir selbst konnten mit dem Vizepräsidenten von Niantic Omar H. Téllez sprechen, der sich sehr hilfsbereit zeigte und der sichtlich besorgt war um das Wohlergehen der Spieler.

Kritik am Event im Spiel

Pokéstop- und Spawndichte

Zunächst muss man hierzu erwähnen, dass wir von Pokéfans.online und auch einige andere Spieler mit einer hohen Erwartungshaltung in dieses Event gegangen sind. Wir kannten bereits die Safari Zone in Oberhausen, mit einer sehr, sehr hohen Dichte an Pokéstops und kannten aus Berichten von YouTubern wie TrainerTips und Mystic7 auch die Safari Events in Japan, sodass wir eine gewisse Vorstellung vom Event vor Ort hatten.

Vor Ort dann die erste gro√üe Entt√§uschung, dass es keine zus√§tzlichen Pok√©stops f√ľr das Event gab. Die Dichte der Pok√©stops war sehr gering, sodass teilweise bis zu 200m zwischen den einzelnen Stops lagen. Die Dichte der Spawns zwischen den Stops war ebenfalls recht gering, sodass man innerhalb des Parks recht wenig Pok√©mon fangen konnte – im Hinblick auf die anderen Safari Events.

Bei den Teamlounges, wo sich Spieler kurz hinsetzen konnten um etwas zu essen oder zu trinken gab es  zwar ein kostenloses WLAN, jedoch weder Pokéstops noch Pokémon, sodass das WLAN dort völlig nutzlos war.

Außerhalb des Westfalenparks war die Dichte deutlich besser gegeben! Es gab sehr viele Pokéstops in der Innenstadt und deutlich mehr Pokémon als im Park selbst.


Bildquelle PkmnMasterHolly

Auswahl der Pokémon



Roselia und die schillernde Variante von Roselia haben thematisch sehr gut in den Park gepasst. Auch Trasla, Bummelz und Larvitar passten sehr gut zu dem, was von von anderen Safari Events gewohnt war.

Es war jedoch sehr entt√§uschend, dass innerhalb des Westfalenparks haupts√§chlich Wablu erschien. Ein Pok√©mon, welches in freier Wildbahn sehr h√§ufig anzutreffen ist. Auch Waumpel hat in unseren Augen und im Augen aller Spieler nichts auf einem solchen Event verloren. Wenn man bedenkt, dass bei der Safari Zone in Oberhausen Chaneira, Larvitar & Voltilamm erschienen sind und in Japan auch Dratini und andere Pok√©mon, so ist es umso bedr√ľckender, dass Waumpel √ľberhaupt beim Event erscheint.

Auch Larvitar war durch den Community Day nur sekund√§r interessant, wurde jedoch von vielen Spielern gerne gefangen, da die Auswahl an sonstigen guten Pok√©mon zu w√ľnschen √ľbrig lies. Zumal Larvitar im Park selbst sehr, sehr selten erschien und von Unmengen an Wablu √ľberdeckt wurde. Im Stadtgebiet hingegen waren deutlich mehr Larvitar anzutreffen.

Spezielle 2km-Eier

Die n√§chste Entt√§uschung waren die speziellen 2km-Eier, die es im Event gab. Der Pool der Pok√©mon aus den Eiern war sehr, sehr gro√ü und es f√ľhlte sich an als w√§ren einfach alle Pok√©mon in den Eiern. Spezielle 2km-Eier aus denen Schmerbe, Wablu, Wailmer, Nasgnet, Quiekel und Fiffyen schl√ľpfen, werden in unseren Augen dem Event nicht gerecht. Wer f√ľr dieses Event weit gereist ist und Geld in Brutmaschinen investiert hat, der wurde sehr entt√§uscht, da √ľberwiegend herk√∂mmliche Pok√©mon aus den Eiern schl√ľpften, die man sonst auch aus 2km und 5km Eiern erhalten k√∂nnte.

Zwar waren auch interessante Pok√©mon wie Relaxo, Chaneria und Babypok√©mon in den Eiern, aber in so geringer St√ľckzahl, dass sich das Ausbr√ľten nicht rentiert hat.

Hinzu kommt noch erschwerend, dass nicht aus jedem Pok√©stop ein Ei kam. Gepaart mit der geringen Dichte an Pok√©stops im Westfalenpark hat dies dazu gef√ľhrt, dass man teilweise ein Ei ausgebr√ľtet hat, bevor man √ľberhaupt 9 Eier im Inventar haben konnte.

Quests und die globale Herausforderung

Ein gro√üer Teil der Safari Zone in Dortmund war das parallel laufende Event der globalen Herausforderung. Spieler weltweit mussten Feldforschungen l√∂sen um einzelne Boni freizuschalten. Die Spieler in Dortmund selbst mussten 100.000 Feldforschungen l√∂sen um ihren Teil beizutragen. Eine Aufgabe die sehr schwer ist, wenn 7 Stunden lang kaum in Spieler ins Spiel kommt. Erschwerend kam hinzu, dass die wenigen Pok√©stops im Park haupts√§chlich Feldforschungen wie “K√§mpfe in einer Arena” und “K√§mpfe in einem Raid” beinhalteten.

In dieser Hinsicht hat Niantic in unseren Augen auf voller Linie versagt, da es im ganzen Park keine einzige Arena gab. Ein Event, welches sich um das L√∂sen von Feldforschungen dreht, h√§tte in unseren Augen spezielle Forschungen verdient, die auf das Event angepasst sind. Es w√§re kein Problem gewesen Feldforschungen wie “Fange 5 Roselia” im Park und Dortmund freizuschalten, welche z.B. als Belohnung ein Dratini oder √Ąhnliches gebracht h√§tten.

Stattdessen gab es eben hauptsächlich Aufgaben, die man gar nicht lösen konnte.

Positives

Omar H. T√©llez hat gegen√ľber Pok√©fans.online best√§tigt, dass man sich um eine Entsch√§digung f√ľr die Spieler bem√ľhe. Er k√∂nne zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen um welche Art es sich handelt, aber man sei in jedem Fall bereit den Spielern eine Entsch√§digung zukommen zu lassen.

Die erste Entsch√§digung, die wir erhielten waren Gutscheine f√ľr Essen und Trinken, die zumindest im Park f√ľr bessere Stimmung sorgten.

Au√üerdem k√ľndigte Niantic via Twitter an, dass es zus√§tzlich zum Event vom 2. bis 9. Juli noch ein europaweites Bonusevent g√§be. Genaues ist uns bisher jedoch noch nicht bekannt.

Viele Spieler begr√ľ√üten es, dass das Event nicht wie urspr√ľnglich geplant am 1. Tag um 21 Uhr endete, sondern durchg√§ngig freigeschaltet wurde. Die Spieler waren also in der Lage die verlorene Zeit √ľber Nacht aufzuholen und die ganze Nacht zu spielen.

Wir vermuten ebenfalls, dass Niantic nachtr√§glich die Chance auf schillernde Pok√©mon bis zum Anschlag hochgeschraubt hat um die Spieler f√ľr die verlorene Zeit zu entsch√§digen. Einige Spieler haben zwischen 10 und 25 schillernde Pok√©mon aus dem Event erhalten, davon teilweise 12 schillernde Roselia. Auch au√üerhalb von Dortmund war die Chance auf Shiny Roselia stark erh√∂ht.

Fazit

F√ľr die Netzwerkprobleme der Mobilfunkanbieter wollen wir Niantic nicht verantwortlich machen. Dennoch h√§tte man hier besser planen k√∂nnen und h√§tte die Spieler besser verteilen k√∂nnen und eventuell die Anzahl der Spieler im Park mehr begrenzen k√∂nnen.

Die Organisation der Stadt Dortmund und die Handhabung mit der gro√üen Masse an Spielern m√∂chten wir besonders positiv hervorheben. Die Polizei stand hilfsbereit zur Seite und es kam kaum zu Konflikten mit den Anwohnern. Manch einer hat sich √ľber Spieler auf der Stra√üe beschwert, aber im Gro√üen und Ganzen verlief alles friedlich.

Auch die Organisation im Park war weitestgehend gut und das Personal freundlich und hilfsbereit. √úber das Fehlen eines Rahmenprogramms im Park sehen wir hinweg. Nett w√§re es trotzdem gewesen, wenn z.B. eine Art B√ľhnenshow geboten worden w√§re, oder man einige der YouTuber vor Ort mit ins Event eingebunden h√§tte und dort ein Meet & Greet mit den Fans eingerichtet h√§tte.

Die Ausarbeitung des Events lies jedoch stark zu w√ľnschen √ľbrig. Die Pok√©mon, die es vor Ort gab waren eher entt√§uschend, die Eier h√∂chstentt√§uschend und das Fehlen von speziellen Feldforschungen f√ľr das Event war einfach nur traurig.

Schlussendlich war das Event f√ľr die Community dennoch ein Erfolg, da sich viele Spieler beteiligt haben und friedlich miteinander gespielt haben. Die Spieler vor Ort waren zwar entt√§uscht, haben aber das beste aus der Situation gemacht und haben die Zeit optimal genutzt.

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√úber den Autor
Stv. Projektleiter
Bekennendes Kellerkind. Wundert sich st√§ndig, warum er in diesem "Drau√üen" ist und nicht drinnen, wie fr√ľher. Pok√©monfan der ersten Stunde. Film- und Serienjunkie.

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